Aktion vor Kinderspital Zürich 6.7.2008
6. July 2008
Die Selbsthilfegruppe Zwischengeschlecht.org hat heute vor dem Kinderspital Zürich eine friedliche Aktion veranstaltet und mit der Übergabe eines Offenen Briefes gegen Zwangskastrationen und genitale Zwangsoperationen protestiert.
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Zürcher Kinderspital propagiert Zwangskastrationen an Kindern
18. May 2008
Seit dem "Dritten Reich" geistert die Medizyner-Mär von einem pauschalen "Krebsrisiko von über 30%" für die inneren Geschlechtsorgane von Zwittern (d.h. Hoden, Eierstöcke, Gonaden, teils auch Mischgewebe) herum. Mit dieser "Begründung" werden alle erkannten Zwitter möglichst früh nach der Geburt zwangskastriert -- mit verheerenden Folgen für die Opfer dieser unmenschlichen Praxis. Auch bei Fällen, wo die Zwittrigkeit erst beim Eintritt in die Pubertät oder noch später erkannt wird, werden die Betroffenen regelmässig mit der tatsachenwidrigen Behauptung des angeblichen "Krebsrisikos von über 30%" genötigt, in die Kastration einzuwilligen -- was die meisten Betroffenen später bitter bereuen, nicht zuletzt wegen der damit verbundenen körperlichen und seelischen Folgeschäden.
Obwohl der Unsinn dieser unmenschlichen Zwangskastrations- und unsachgemässen HET-Praxis längst auch durch wissenschaftliche Studien dutzendfach widerlegt ist, halten Medizyner wieder besseren Wissens unbeirrbar dogmatisch daran fest. So z.B. auch Prof. Dr. Eugen Schoenle, Professor für pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie und leitender Arzt am Kinderspital Zürich, unlängst in einem Zeitungsinterview ...
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Christiane Völling ist nicht mehr Thomas!
6. July 2008
Nun ist es also endlich offiziell: "Der Amtsrichter - der 4.! - hatte endlich ein Einsehen!! Es geschehen noch Zeichen und Wunder!!" So schrieb Christiane Völling vor wenigen Wochen überglücklich an die Selbsthilfegruppe der XY-Frauen.
Nachdem das Amtsgerichts Kleve mit Schreiben vom 4. März 2008 Christiane mitgeteilt hatte, dass ihre Gerichtsakte im Universitätsklinikum Essen "verloren gegangen" und trotz "intensiver Suche (...) nicht mehr auffindbar" sei, und sich eine erneute Verzögerung abzuzeichnen schien, hat das Amtsgericht Kleve am 28. März 2008 nun endlich zu Christianes Günsten entschieden.
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Schwullesbisches Filmfestival "Pink Apple" missbraucht Zwittersymbol
18. May 2008
Das Schwullesbische Filmfestival "Pink Apple" hat dieses Jahr am 4. Mai in Zürich mit den Beiträgen Die Katze wäre eher ein Vogel und XXY gleich zwei 'Zwitterfilme' im Programm, die von vielen Zwischengeschlechtlichen geschätzt und begrüsst werden. Dies ist für uns ein Grund zu grosser Freude und dafür möchten wir uns herzlich bei "Pink Apple" bedanken!
Wenig Grund zur Freude ist hingegen die missverständliche Verwendung des Zwittersymbols im Filmprogramm als Kennzeichnung für eine Reihe von weiteren Filmen, die klar keine 'Zwitterfilme' sind.
Möglicherweise liegt dem eine Verwechslung der Begriffe "Intersexualität" und "Transgender" bzw. der dazugehörigen Symbole zu Grunde?
Leider stiessen meine bisherigen Hinweise auf diese Problematik per Mail auf wenig Echo.
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Christianes Gerichtsakte "verloren gegangen"!!
Personenstandsänderung erneut verzögert
Ein menschlicher Film über Zwitter
Nellas Kritik zum Spielfilm XXY
22. March 2008
Die fünfzehnjährige Alex ist 'intersexuell' und wohnt mit ihren Eltern inmitten der Natur, verbunden mit dem Meer, dem Sand, dem Wetter. Ihre Eltern sind aus Buenos Aires in den abgelegenen Ort an der Küste Uruguays gezogen, um Alex vor dem Geschwätz der Leute und dem Drängen der Mediziner zu schützen. Doch auch in diesem abgeschiedenen Paradies finden sie keine Ruhe, es kommt bald zu Gerüchten. Alex geht nicht mehr in die Schule, zieht sich mehr und mehr zurück. >>> Mehr
Sieg für Christiane Völling!!!
Ein historischer Tag für Zwischengeschlechtliche
18. May 2008
Strahlende Gesichter, klingelnde Handys, endlose Interviews -- ein grosser Tag für alle Zwischengeschlechtlichen! Erst recht für Christiane Völling und die wenigen Unentwegten, die sich gestern früh im Landgericht Köln eingefunden hatten, ihr solidarisch beizustehen. Und immer wieder ungläubiges Staunen, Es-gar-noch-nicht-richtig-fassen-können.
Auch wenn die Höhe des zu zahlenden Schmerzensgeldes noch in einem Schlussurteil festgelegt wird, das wesentliche hielt Richter Dietmar Reiprich gleich zu Beginn fest: "Die Klage ist dem Grunde nach gerechtfertigt."
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XXY - Spielfilm über Intersexuelle
ab 10.4.2008 in Deutschschweizer Kinos
10. February 2008
Die Natur macht uns zu Mann oder Frau ... oder beidem zugleich.
Alex ist fünfzehn – und trägt ein grosses Geheimnis in sich.
Aufgrund einer seltenen Laune der Natur ist sie beides: Junge und Mädchen.
Alex’ Eltern sind mit ihr aus Buenos Aires nach Uruguay gezogen, weg vom Geschwätz der Leute. Aber auch an diesem wilden, abgelegenen Küstenstreifen sehen sie sich schnell der gleichen Intoleranz gegenüber: bald tauchen neue Gerüchte auf. Aber alles, was Alex für den Moment möchte ist, dass die Dinge gleich bleiben. Keine Medikamente mehr, keine Umzüge, keine neuen Schulen. Ihr Körper überfordert sie zunehmend. Als ein befreundeter Chirurg mit seiner Familie zu Besuch kommt, stellen sich plötzlich neue Fragen. Zudem übt Alex auf dessen Sohn Alvaro eine ganz besondere Faszination aus… xenixfilm.ch
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Völling-Prozess und Zwitter-Demo Köln 06.02.07 08:30 h
5. February 2008
Der Prozess am 12.12.2007 am Landgericht in Köln, wo die zwischengeschlechtliche Christiane Völling ihren ehemaligen Operateur anklagte, stiess auf ein grosses Medienecho und stellt für zwischengeschlechtliche Menschen einen Meilenstein im Kampf für ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit und Würde dar.
Am 6.2.2008 wird nun das Urteil erwartet. Der Verein Intersexuelle Menschen e.V. ruft wiederum auf zur Demo vor dem Landgericht Köln um 8:30 Uhr.
>>> Flugblatt zur Demo
Nicht zuletzt aufgrund des verstärkten öffentlichen Drucks beginnen die Mediziner nun langsam zurückzukrebsen. Trotzdem wollen sie sich aktuell aber noch nicht zu einer grundlegenden Änderung der menschenrechtswidrigen Praxis der genitalen Zwangsoperationen durchringen.
Pünktlich zur Fortführung des Prozesses gegen den Chirurgen, der Christiane Völling verstümmelte, erscheint im schweizer Tages-Anzeiger vom 5. Februar 2008 ein Interview mit Karin Plattner, der Mutter eines zwischengeschlechtlichen Kindes und Präsidentin der schweizerischen Eltern-Selbsthilfegruppe. Darin schildert sie, wie es Eltern und Kind nach der Geburt erging.
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Warum Christiane Völling zur Transsexuellen gemacht werden soll
10. February 2008
Christiane Völling fordert nicht nur Gerechtigkeit für das an ihr begangene Unrecht, sondern will auch die ihr aufgezwungene männliche Rolle für immer ablegen und in Zukunft als Frau leben. Sie beantragte deshalb unabhängig von der Strafanzeige gegen ihren Operateur a) beim Amtsgericht Köln eine Personenstands- und Vornamensänderung und stellte b) beim MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) einen Antrag für die chirurgische Wiederherstellung ihres Geschlechts.
Beide Anliegen stossen bei den zuständigen Behörden auf vehementen Widerstand.
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2. Interdisziplinäres Forum zur Intersexualität
10. February 2008
Am 30. Januar 2008 fand am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf UKE in Hamburg das 2. Interdisziplinäre Forum zur Intersexualität (öhm Disorders of Sex Development, DSD) statt. Die Leiterin der Hamburger Forschergruppe Intersexualität, Frau Prof. Dr. Hertha Richter-Appelt, lud zusammen mit ihrem Team zu einem spannenden Nachmittag und Abend im Festsaal des Erikahauses ein. Neben Medizinern waren mehrere prominente Rednerinnen und Redner zu Gast, die sich seit Jahren für das Wohl Zwischengeschlechtlicher einsetzen. Wir freuten uns insbesondere über die Anwesenheit von Milton Diamond, der aus Hawaii angereist war. Auch Betroffene und Angehörige nahmen am Forum teil. Wir waren auch vor Ort und verteilten Flugblätter für die Demo am 6.2. in Köln.
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Daniela Truffer in der Rundschau
Demo gegen genitale Zwangsoperationen
23. November 2007
Jedes 2000. Kind ist intersexuell, d.h. es weist Merkmale beider Geschlechter auf. Diese Kinder werden in der Regel vor dem 2. Lebensjahr ohne ihre Einwilligung an ihren uneindeutigen Genitalien zwangsoperiert und danach systematisch angelogen. Die meisten tragen massive psychische und physische Schäden davon, unter denen sie ein Leben lang leiden.
Am 12. Dezember 2007 wird in Köln zum ersten Mal ein Arzt wegen Körperverletzung vor Gericht gestellt, angeklagt von einem intersexuellen Menschen, der ohne sein Einverständnis operiert wurde und bis heute an der geschlechtlichen Zwangszuweisung leidet.
Artikel erstellt am 2008/10/11.